Woche 100 von 100
ZIEL: 90kg
SOLL: 90 kg
IST: 89,3 kg
-1,9 kg
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Gunter

130 über Nacht

Abnehmen ist simple Mathematik. Mann muss mehr ausgeben als reinkommt. Also wenig zuführen und viel verbrauchen. Dann klappt es auch mit dem Abspecken. Klingt einfach, ist es aber gar nicht. Der Körper ist nämlich leider kein Gemischtwarenladen – und die Kilos auch kein Wechselgeld. So kann es durchaus vorkommen, dass man mal eine Woche fast gar nichts reingibt, total viel rausschwitzt und am Ende trotzdem zunimmt. Ist mir bisher zum Glück nicht passiert. Ist aber wohl nur eine Frage der Zeit.

Sonntag ist Zahltag - wenn ich da weniger wiege als eine Woche zuvor, ist alles gut. Das klappt bisher hervorragend. Trotzdem brauche ich jetzt schon starke Nerven. Die Woche hat nämlich leider sieben Tage – und die anderen sechs treiben mich schon hin und wieder zur Verzweiflung. Klar will ich auch an diesen Tagen wissen, wie viel ich inzwischen runtergeschafft habe. Nach zwei Salattagen mit Sport muss so ein bisschen Zwischenspurtmotivation doch mal erlaubt sein. Leider funktioniert das überhaupt nicht. Mein Gewicht folgt nämlich seinen eigenen Regeln.

Am leichtesten bin ich normalerweise Montags. Am Tag NACH dem Wiegetag habe ich mit schöner Regelmäßigkeit mindestens 600 Gramm weniger auf den Rippen als noch 24 Stunden zuvor. Ich war tatsächlich schon mehr als einmal versucht, das Wiegen einfach auf Montag umzulegen. Bringt aber nichts - bis zum Mittwoch werde ich dann nämlich erst mal immer schwerer. Mindestens ein Kilo – meistens sogar mehr. An den nächsten zwei Tagen verliere ich dann ganz langsam wieder an Gewicht – und am Samstag bin ich immer noch schwerer als am Montag zuvor.

Ich bringe also die ganze Woche damit zu, erst zuzunehmen und dann wieder abzunehmen, nur um am Vorabend des Wiegetags schwerer zu sein als noch am Wochenanfang. Motivation pur! Am Sonntag morgen traue ich mich dann meist kaum auf die Waage und dann passiert es doch: Wie von Zauberhand ist über Nacht ein Kilo oder mehr verschwunden – und ich bin tatsächlich leichter. Geschafft! Keine Ahnung, warum das so ist. Ich fände es auch besser, einfach linear abzunehmen und dabei jeden Tag 100 Gramm leichter zu werden. Kriege ich aber beim besten Willen nicht hin.

Auch gestern habe ich wieder über Nacht abgenommen und dabei die 130er-Marke geknackt. Heute früh stand tatsächlich eine 12 vorn auf meiner Waage – mit einer 9,9 dahinter. Super Punktlandung. Jetzt bin ich die ganze kommende Woche damit beschäftigt, diese 12 am kommenden Sonntag wieder zu sehen. Ich fühle mich irgendwie so müde.

gewichtskurve.png

Am 30.03 (Sonntag) war ich sogar schwerer als am Montag davor – aber immer noch leichter als am letzten Wiegtag. Vergangene Woche habe ich dann von Montag bis Sonntag ganze 400 Gramm abgenommen. Und heute morgen die 130er-Marke geknackt. Jetzt geht’s aber erst mal wieder nach oben.

7 Kommentare zu “130 über Nacht”

  1. Gunteram 07.04.2008 um 11:23

    Freitag gegessen:
    Mehrkornbrötchen mit Schinken und Käse, Barschfilet mit Wok-Gemüse und Reis, Steak mit Salat

    Samstag gegessen:
    Mehrkornbrötchen mit Corned Beef, Bananen-Müsli, Omas Spaghetti mit Jagdwurst und Tomatensauce, Kalbsschnitzel mit Kartoffel-Feldsalat-Salat

    Gestern gegessen:
    Mehrkornbrötchen mit Käse, Ei, Rindsroulade mit Klößen und abends Reste davon, ein Stück Schokolade

  2. Thomasam 07.04.2008 um 12:39

    Es gibt ja auch diese tollen Körperfettwaagen - angeblich ist der dort ermittelte Wert stabiler, ausprobiert habe ich es allerdings noch nicht.

    Ganz schlimm: Wenn man zusätzlich viel Sport macht, nimmt man durch die neu gewonnene Muskelmasse langsamer ab. Prinzipiell gut, für die Motivation natürlich nicht so ideal… dafür ist man dann am Ende auch topfit. ;-)

  3. Ein Freundam 07.04.2008 um 14:04

    Völlig klar! Unter der Woche: Du sitzt im Büro, hast keinen Stress, hast deine Ruhe und unkontrollierten Zugriff auf sämtliche Nahrungs- und Genussmittel. Wochenende: Wieder daheim, Kinder wollen beschäftigt werden, Ehefrau will beschäftigt werden, Hund und Katze wollen beschäftigt werden, Ehefrau hat viele Aufgaben für dich liegenlassen, unkontrollierter Zugriff auf Nahrungsmittel- wohl eher eine Wunschvorstellung. Aber am Wiegetag zählt das Ergebnis und dass sieht doch nach wie vor gut aus!

  4. Susanam 07.04.2008 um 15:21

    Hallo,

    ich habe Deine Seite vor ein paar Tagen entdeckt und gratuliere zur Abnahme. Wo hast Du denn die tolle excel-Tabelle her? Ich habe auch ein Ziel bis Anfang November, da haben wir Klassentreffen. Ich habe die Wochen schon manuell ausgerechnet und die Soll-Abnahme auch, aber keine Ahnung von excel. Kannst Du nicht mal so ein Gerüst zum download auf Deine Seite stellen, damit man das für sich selber auch mal machen kann ? Kannst mir auch gerne Deine Excel-Datei schicken. Anpassen kriege ich hin (glaube ich) ;)
    vlg aus Thüringen und weiter so super Erfolge
    Susan

  5. Gunteram 07.04.2008 um 17:57

    Hallo Susan,
    für die Tabellen und Charts nutze ich Google Docs (http://docs.google.com). Das ist ein komplett webbasierter Dienst, dadurch lassen sich die Inhalte direkt in meine Website integrieren. Mit einer Datei als Vorlage kann ich daher aber leider nicht dienen.
    Gunter

  6. Gunteram 08.04.2008 um 10:27

    @Ein Freund: “Du sitzt im Büro, hast keinen Stress, hast deine Ruhe…” Ich glaube ich höre nicht recht! Bezirksschornsteinfeger müsste man sein. Augen auf bei der Berufswahl!

  7. spivam 08.04.2008 um 15:43

    Hi Knut,

    ich habe mal gelesen, dass der Mensch nachts bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit ausschwitzt. Somit ist das eigentlich nur logisch das man dann über Nacht auch entsprechend an Gewicht verliert. Warum das mit den Wochentagen so ist dafür habe ich aber auch keine Erklärung.

    Und ich sag mal 1-2 Kilo ist ja nun nicht wirklich viel Toleranz. Trinkst du nen Liter Wasser wiegst du eben auch ein kilo mehr. Auch wenn man sicherlich gerne die kleinen Forschritte und Rückschläge im Gramm Bereich im Auge hat, würde ich mir dann immer die generelle Tendenz zur Motivation anschauen.

    Die sieht doch überaus positiv aus. Überleg mal wieviele Jahre du deinen Körper falsch ernährt hast und wie zügig er es Dir bereits jetzt mit Ergebnissen dankt.

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