08.04.2008
Brads Diät
Die Sache mit dem Abnehmen über Nacht hat mich zu einem Gedankenexperiment veranlasst. Ihr kennt sicher den Film „30 über Nacht“? Jennifer Garner stellt dort recht putzig dar, was passiert, wenn sich ein pickeliger Teenager über Nacht in eine schöne und erfolgreiche Anfang-Dreißigerin verwandelt. Dabei gibt es nicht nur Traumkarriere und Traummann über Nacht – sondern eben auch den einen oder anderen Albtraum.
Ich hätte da eine Idee für ein Super-Sequel. In „130 über Nacht“ würde es allerdings nicht um Fluch und Segen des schlagartigen Alterns gehen, sondern um die Erfüllung des verzweifelten Traums vom Abnehmen über Nacht. Ich könnte beim Drehbuch helfen.
Einfach im Schlaf würde sich der Protagonist von mir (Startgewicht 155 Kilo) in, sagen wir, Brad Pitt verwandeln. Ich bleibe bewusst bei dem früher bereits bemühten Beispiel, weil es die Sache einfach gut trifft. Brad Pitt ist ja quasi der „blonde Albtraum“ für Männer: gutaussehend, intelligent, ein verflucht guter Schauspieler, darüber hinaus aber auch ein Kumpeltyp und ein bisschen verrückt. Zu allem Überfluss auch noch mit George Clooney befreundet. Damit steht der Hauptdarsteller schon mal fest. George könnte vielleicht auch mitspielen: einen gefallenen Personal Trainer, der sein Selbstvertrauen durch zu viele rückfällige Kunden verloren hat und in Brads Diät seine letzte große Chance sieht. Außerdem hat Matt Damon noch einen kleinen Gastauftritt als Ernährungspsychologe.
Ich wache also eines Morgens auf und bin plötzlich Brad Pitt. Erst mal nicht schlecht. Ich erschrecke zwar zunächst ein bisschen, dann finde ich es aber doch gut. Ich gehe zuerst auf die Waage – 70 Kilo, alles Muskeln (noch von Fight Club und Troja). Beim Freudensprung mache ich erstmal aus Versehen die Waage kaputt. Egal – die brauch’ ich ja jetzt nicht mehr. Ich laufe (noch in Boxershorts) auf die Straße, um die Waage in den Müll zu schmeißen. Die Nachbarn sehen mich, erkennen mich aber nicht (ich bin ja jetzt Brad). Meinen Sixpack finden sie trotzdem gut – die Frauen kichern und tuscheln. Ich lächele cool zu Oma S. aus L. rüber (unsere Nachbarin).
Was mache ich jetzt als erstes mit meinem schlanken Körper? Ganz klar: Ich steige in ein Flugzeug. Vorm Fliegen habe ich zwar grundlegend mal Angst - einfach nur weil es in einem Flugzeug stattfindet – aber als Dicker kommt eine noch viel größere Angst dazu: Passt der Sicherheitsgurt noch drum? Letztes Jahr bin ich zum Beispiel nach London geflogen – Ryanair ging gerade noch, Airberlin war aber echt knapp. Die Stewardess hat bei der Sichtkontrolle zur Sicherheit zweimal ungläubig nachgeprüft – aber mit durchgedrücktem Rücken und tief in den Sitz gepresst kam ich tatsächlich gerade noch drum.
Gurtverlängerungen brauche ich als Brad Pitt natürlich nicht. Also erstmal die neue Freiheit genießen und abheben. Auf zum Flughafen Schkeuditz und eingecheckt. Aber wohin geht die Reise? Die Antwort auf diese Frage und weitere Highlights des Drehbuchs gibts im nächsten Beitrag.
To be continued…
Brad Pitt hat in “I’m fucking Ben Affleck” einen kleinen Gastauftritt als FedEx-Kurier. Und Ben ist bekanntlich der Ehemann von Jennifer Garner. So klein ist Hollywood. Hier gibt’s die ganze Story und das Original-Video “I’m fucking Matt Damon” von Sarah Silverman






Montag gegessen:
Toast mit Käse, Müsli mit Apfel, Spiralnudeln mit Bärlauchpesto, Spargelstücken, Scharlotten und Tomatenwürfeln, Putensteak mit Kartoffeln und Möhrengemüse
Dienstag gegessen:
Apfel, Banane, Gai Pad aus dem Wok mit Reis, Vollkorn-Nudeln mit Tomaten-/Birnensauce
Das du dich über Nacht in eine schöne und erfolgreiche Anfang-Dreißigerin verwandelst übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Aber du ziehst es ja vor, als Brad Pitt aufzuwachen. Ich denke auch, dass Brad Pitt die bessere Wahl ist. Denk mal an C2. Was soll sie mit einer Anfang-Dreißigerin anfangen? Apropos C2- sie wird dann zu Angelina Jolie?
Die Antwort darauf gibt es in Teil III. Abwarten
Oh- da bin ich aber gespannt. Brauchst du oder besser C2 Silikon?