27.07.2008
Diätenerhöhung
Ich werde häufig gefragt, ob sich das Projekt 100 positiv oder negativ auf meinen Geldbeutel auswirkt. Ich kann dazu leider nichts (p)fundiertes sagen, da ich leider überhaupt nicht der Typ bin, der Haushaltsbücher führt und Positionen auf Kassenzetteln mit Textmarkern in Neonfarben hervorhebt. Und Geld ist doch sowieso immer zu wenig da. Ich habe keine Ahnung, was ein Liter Milch kostet oder ein Sack Kartoffeln. “Der Preis ist heiß” war daher früher auch immer die reinste Nervenfolter für mich - tausend mal schlimmer als “Scream” oder “Scream 2″.
Soviel weiß ich aber doch: Momentan kaufe ich in Monatsabständen irgendwelche neuen Klamotten: Anzüge, Business-Hemden, T-Shirts, Unterwäsche, Jeans … Einfach alles wird schnell zu groß und muss wieder und wieder in jeweils etwas kleiner neu angeschafft werden. Das geht auf jeden Fall ins Geld. Dazu teures Spezialequipment wie das Recumbent und meine neuen Laufschuhe - so was hätte ich früher auch nicht gebraucht. Von den Lebenssmitteln brauche ich zwar weniger, dafür aber das gute Zeug: Rinderfilet, Schrimps, exotische Obst- und Gemüsesorten sowie Gewürze. Auch hier würde ich schätzen, dass am Ende des Tages eher etwas mehr vom Konto abgebucht wird als in den “fetten Jahren”. Meinen Online-Diätberater schließlich muß ich auch noch bezahlen - im Verhältnis sind das aber eher Peanuts.
Summa sumarum würde ich sagen: Abnehmen ist teuer. Das sieht übrigens auch das Dresdner Sozialgericht so und bewilligte jüngst einem Hartz IV-Empfänger aus eben diesem Grunde ganze 33 Euro monatlich zusätzlich zum Arbeitslosengeld II für die Mehrkosten einer ärztlich verordneten und wohl besonders kostenintensiven purinarmen Diät. Das ist ja auch irgendwie gerecht - bei Politikern verbindet man eine Diätenerhöhung schließlich auch in der Regel mit einem erhöhten finanziellen Verfügungsrahmen - warum also nicht bei Otto Etwaswenigerverbraucher.
Macht Sinn.






Freitag gegessen:
Müsli mit Banane, Glasnudeln mit Hühnchenfleisch und China-Morcheln, Grillgut (Schweinenackensteak, Nudelsalat, Obstsalat, Fruchtspieße), Bier, 3 Caipirinha
Gestern gegessen:
Müsli mit Banane, Belohnungsschnitzel mit Erbsen und Kartoffeln (für -40 Kilo), Reste vom Schitzel mit Erbsen und Kartoffeln, ein Stück Milka Naps Vollmilch
Insgesamt kann ich nicht sagen, dass Abnehmen teuer ist, denn früher habe ich viel Geld für Chipstüten und Schokolade ausgegeben. Dieses Geld wird nun in Richtung Obst- und Gemüsepalette geschoben und in vollen Sinnen genossen. Ich sehe das eher als Umstrukturierungsmaßnahmen!
Und in meinem Haushaltsbuch schreibe ich noch keine Rote Zahlen! Liebe Grüße Svea
Bei mir ist die Kleidung besonders billig geworden. Als ich noch die 160 kg auf die Waage brachte war nur Übergröße angesagt und die kostet…
Jetzt nehme ich von der Stange die Hose Gr. 48 / 94
Viele Grüße
Lutz Balschuweit