09.02.2009
Latest Fashion
Ich bin wahrlich kein Fashion-Victim. Was aber die regelmäßige Versorgung mit ständig neuerer, modernerer und aktuellerer Bekleidung betrifft, so mache ich seit gut einem Jahr jedem Markenboy alle Ehre. Permanent treibe ich seitdem wie ein willenloses Stück Holz durch die Besucherströme der Einzelhandelskaufhäuser meiner Stadt, nur um mich von Zeit zu Zeit mit etwas Gischt an die Oberfläche spülen zu lassen und dabei (quasi im Vorübergleiten) ein neues Bekleidungsstück für meine weitere Reise zu ergattern. Unzählige Hemden, Anzüge, Jackets, Shirts, Shorts und sonstige Trikotagen habe ich auf diese Weise ergattert - immer neuere, immer feinere, vor allem aber immer kleinere.
Immerhin habe ich mich binnen Jahresfrist nicht nur sprichwörtlich sondern ganz real von XXXL auf L verkleinert. Meine Schwiegermutter war übrigens die erste, die mir so eine X-frei Größe zutraute. Sie schenkte mir ein Teil in L zu Weihnachten. Ich probierte es natürlich völlig euphorisiert gleich an und wollte selbst kaum glauben, dass es mir tatsächlich passt. War aber so.
Und nicht nur das: Meine Anzughosen in 56 sind mir schon wieder zu weit, der Gürtel aus dem November hat inzwischen drei manuell ergänzte Laschenlöcher, meine Shorts trage ich inzwischen zwei Nummern kleiner und die Hemden in 49 spannen nicht mehr, dafür schlabbern die in 42 schon fast wieder.
So erfreulich das alles ist, so sehr geht es ins Geld. Es passiert schon mal, dass am Ende eines Einkaufsbummels meine Taschen zwar voll, das Konto aber leer ist. Finanzielle Mittel in der Größenordnung eines kleinen Gebrauchtwagens sind im letzten Jahr ganz sicher in die Runderneuerung meines klamottigen Äußeren geflossen. Und das obwohl ich trotz allem immer versucht habe, sparsam zu bleiben und jeden Rabatt mitzunehmen.
Unter Einsatz - wenn schon nicht meines Lebens - so doch zumindest meiner Gesundheit wartete ich zum Beispiel quasi die ganze erste Winterhälfte hindurch auf den Preissturz im Schlussverkauf, ehe ich mir einen neuen Mantel gönnte. Bis dahin fror ich halt im dünnen Tweed-Jäckchen, stand bibbernd auf Bahnhöfen und wartete zitternd auf den nächsten (hoffentlich gut beheizten) Zug.
Aber was sind schon ein, zwei mittelschwere Erkältungen gegen 30% auf alles?
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Freitag gegessen:
Körner-Brötchen mit Corned Beef, Tomate, Frühlingsrolle, Chinesisch: Rindfleisch mit Pilzen und Reis, Karotten-Ingwer-Suppe, 1/2 Zucchini gefüllt mit Bulgur, Lammstreifen mit süßer Sauce und Rosinen
Samstag gegessen:
Ei, Körner-Brötchen mit Schinken und Käse, Tomaten, Hühnchen mit Backobst und Bulgur, Marzipan-Küchlein, 1/2 Currywurst-Pfanne, 1/2 Vanilleeis
Sonntag gegessen:
Müsli mit Apfel, kleiner Salat, Rindersteak mit Ofenkartoffel, Vollkornnudeln mit Hühnchen und Backobst
Bei mir haben es 2 neue Jeans getan, denn mit den verlorenen Kilos hat sich auch meine ganze Persönlichkeit verändert.
Keine Anzüge mehr, nur noch sportliches Outfit und dicke Jacke von Tchibo (passt ja alles)
Ich trage jetzt sogar Schmuck, meine Frau ist sowas von erstaunt was sich so alles verändert mit so schlappen 80 Kilo weniger
Eine tolle Woche wünscht Dir der Lutz
Ich habe zum Glück in einem Kleiderschrank noch ein paar Jeans und Hemden aus der Zeit gehabt, als ich auf dem “Weg nach oben” war. Das hat schon viel ausgemacht…