Mein Diäterfolg
Ich habe 65 Kilo in 15 Monaten abgenommen. Mit eisernem Willen, gutem Essen und viel Bewegung.
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Die Geheimnisse meines Diät-Erfolgs waren das Diät-Programm von XX-WELL und Sport.
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Gunter

Armageddon

Ich habe das Inferno überlebt, den Urgewalten die Stirn geboten, der meteorologischen Apokalypse getrotzt. Mitte letzter Woche nämlich war ich joggend unterwegs in Hamburg und sah mich dabei unvermittelt in die bedrohliche Szenerie eines düsteren Science Fiction-Films versetzt. Und wie so oft gab es bereits in der Anfangssequenz eine düstere Vorahnung. War es die steife Brise, die heißfeuchte Luft oder der kurze Anflug des Gedanken “Wird es denn tatsächlich schon wieder so zeitig dunkel?” - jedenfalls beschlich mich schon beim Schritt aus der Haustür heraus ein leicht mulmiges Gefühl der Unsicherheit - würde dieses Wetter wohl halten?

Na egal - das war nicht der Zeitpunkt, um zu zögern. Arglos (Was soll schon groß passieren?) oder mutig (Das bisschen Regen macht mir doch nichts aus!) machte ich mich auf den Weg - und zunächst lief auch alles perfekt. Meine Beine und der norwegische Elektropop in meinen Ohren trugen mich nahezu mühelos die fünf Kilometer bis zum See. Doch dann - gerade als ich mich entscheiden wollte, noch ein paar Kilometer dranzuhängen, ehe ich den Rückweg einschlagen würde - verdunkelte sich die Welt um mich herum schlagartig. Zwischen den mich umgebenden Hochhäusern zuckten urplötzlich Blitze im Sekundentakt, trocken und heiß blies es mir den Staub um die Wangen und in die Augen, Eltern schnappten ihre Kinder und liefen mit ihnen in die heimischen Wohnblocks, entfernt am Horizont glaubte ich den Umriss einer Kampfmaschine wie aus “Krieg der Welten” wahrzunehmen. Eine beängstigende Szenerie.

Ich war direkt am Wasser, um mich herum nichts als Bäume - einfach alles war falsch. Wie war das? “Buchen sollst du suchen?” Ach egal, nichts wie weg hier! Mein nächster Gedanke: “iPhone aus!” Ich erinnerte mich nämlich dunkel an tief in meinem Gehirn verankerte Sicherheitsinstruktionen die Verwendung von technischen Geräten während eines Gewitters betreffend. Da es damals noch keine iPhones, dafür aber ohne Ende terrestrische Antennen gab, wahrscheinlich ein inzwischen vollkommen überholtes und veraltetes Relikt kindlicher Prägung - ab jetzt musste es aber jedenfalls ohne norwegischen Elektropop weiter gehen. Sicher ist sicher.

Und dann nahm ich die Beine tüchtig in die Hand. Die Aussicht, komplett durchnässt, elektrostatisch aufgeladen oder womöglich zu einem unansehnlichen schwarzen Holzscheit verkohlt in der Wohnung anzukommen, spornte mich zu ungeahnten sportlichen Höchstleistungen an. Genutzt hat es letztenendes nichts. Auf halber Rückstrecke nämlich geriet ich mitten in das Unwetter.

Als der Starkregen und ich uns begegneten, suchte ich Schutz unter einem Vordach aus Blech. Als aus dem rhythmischen Plattern ein lautstarkes Trommeln wurde und erste Treets-große Hagelkörner sich dem Regen beimengten, trat ich einen Schritt weiter nach hinten und presste mich an die Hauswand des Wohnblocks. Als sich aber das Trommeln zu einem ohrenbetäubenden Hämmern aufbäumte, die Hagelkörner den Regen komplett verdrängt und die Größe von kleinen Kartoffeln angenommen hatten und die Luft mit einem Mal so schwer und feucht wurde, dass mir fast der Atem wegblieb (so muss es sich anfühlen, wenn die Dementoren nach einem greifen), begann ich in der unteren Etage des Wohnblocks panisch Sturm zu klingeln, um mir Einlass in das Schutz verheißende Treppenhaus zu verschaffen. Nur weg von dem tosenden Inferno, weg von dem wackeligen Blechdach, hinein in den rettenden Schlund der neonerleuchtenden Bettenburg.

Mein viertes Klingeln schließlich wurde erhört. Aus dem Inneren des Neubaus betrachtet war das Unwetter dann nicht viel mehr als eine vorübergehende, ferne, unbedeutende Laune des Wetters, ein Spektakel, das sich trefflich aus sicherer Entfernung bestaunen, fast bewundern, ließ - und schon nach zehn Minuten war dann auch alles vorbei. Der Rest des Rückwegs schien dann unwirklich weiß, durchnässt und aufgeweicht - aber weitestgehend ungefährlich.

Danke - Herr, Frau oder Familie Kühne. Ihr habt mich gerettet!

Glück gehabt!

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