03.11.2008
Die Bananendiät
Das lasse ich mir gefallen! Aus Japan kommt ein ganz neuer Diättrend, der die Welt der Gewichtsreduktion gründlich auf den Kopf stellen dürfte: die “Morning Banana Diät“. Als Ostdeutscher habe ich naturgemäß eh schon eine ganz besonders innige Beziehung zu der appetitlichen Südfrucht, nun hilft sie mir also auch noch dabei, spielend mein Traumgewicht zu erreichen. Und es ist so simpel! Einfach nur jeden Morgen eine Banane essen (es dürfen sogar zwei sein, wenn ich besonders hungrig bin) und die Pfunde purzeln von ganz alleine. Klasse!
Die neue Diät hat ihren Ursprung offenbar in der populären japanischen Online-Community “Mixi” und ist inzwischen in den japanischen Mainstreammedien angekommen, wovon drei Bücher und diverse Zeitungsartikel zeugen. Tatsächlich kam es wohl in Japan zu drastischen Engpässen in der Bananenversorgung der Konsumenten - wegen der durch die Diät enorm gestiegenen Nachfrage. Natürlich wollte auch ich mich unverzüglich im “Morning Banana Forum” anmelden - nahm mir aber vorher doch noch kurz die Zeit, das Kleingedruckte dieser neuen Diät-Variante durchzuackern. Grob zusammengefasst gilt es nach dem Frühstück folgendes zu beachten:
- Mittags und Abends darf man essen, was man möchte, sollte aber auf Frittiertes verzichten und nur die halbe Portion Reis dazu nehmen.
- Desserts sind in jeden Fall tabu.
- Man soll immer nur essen, bis man satt ist.
- Man soll nur Wasser trinken.
- Man soll langsam kauen.
- Für den Nachmittagssnack sollte man lieber Obst hernehmen als Eiscreme oder einen Donut.
- Man soll zeitig zu Bett gehen und nicht nach 20 Uhr essen.
- Man soll Sport treiben - aber nur, wenn man Lust dazu hat.
- Jeden Tag Laufen soll man aber auf jeden Fall.
- Man soll ein Diät-Tagebuch führen.
Es ist völlig offensichtlich, dass die Banane am Morgen die entscheidende Stellschraube in dieser Diät ist. Das Befolgen der restlichen Empfehlungen dürfte so gut wie überhaupt keine Auswirkungen auf den Diät-Erfolg haben. Kann man wahrscheinlich auch einfach weglassen.
Warum bich ich nur nicht selbst auf diese glorreiche Idee gekommen?
Ich hätte mir so unheimlich viel Mühsal ersparen können.
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Freitag gegessen:
Körnerbrötchen mit Ziegenfrischkäse und Krabbencreme, Sauerbraten mit Broccoli und Klößen, zwei Stück Aprikosenkuchen, Pizza mit Artischocken, Mais und Champignons
Samstag gegessen:
Körnerbrötchen mit Leberwurst und Schinken, Ei, Sauerbraten mit Klößen und italienischem Gemüse, Banane, Vollkornbrot-Häppchen mit Schinken, Krabbensalat, Käse, Tomatensalat, Gurkensalat, zwei Bier
Gestern gegessen:
Körnerbrötchen mit Schinken und Käse, Ei, Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut und Klößen, Weintrauben, 1/2 Marzipan-Riegel, 1 Schokobon, ein paar Brot-Häppchen mit Lachsersatz, Käse und Schinken, Gurkensalat, scharfes Hühnchen mit Kokosmilch und Reis
Naja das Mühsal hat ja zudem den Nebeneffekt dass du konditionell besser da stehst - umsonst war das sicherlich auf keinen Fall.
War auf jedenfall beeindruckend Dich am Samstag nach so langer Zeit mal wieder zu sehen. Ich z.b. treibe überhaupt keinen Sport und halte mein Gewicht nur dadurch dass ich über die ganze Arbeit oft das Essen vergesse und rauche ohne Ende. Leider mit dem negativen Erfolg, dass meine Muskelmasse einem Kosmonaut entspricht der 2 Jahre im All war.
Ich kann mich spiv nur anschließen. Ob meine Muskelmasse mit der eines Kosmonauten (für nicht eingeweihte Astronauten oder Taikonauten), der zwei Jahre im All war zu vergleichen ist weiß ich nicht. Ich könnte meine Liebste fragen aber ich befürchte, dass sie den Vergleich durchaus zutreffend findet.
Apropos Bananen- gründen die Japaner jetzt einen Bananenrepublik?
Soweit ich informiert bin besteht eine Banane zu 97% aus Wasser, hat weiße fast transparente Kerne und eine grüne Schale…hat Gabi mir erzählt