20.03.2008
Der Kilo-Killer
Sie ist weg. Er hat sie mir einfach geklaut. Meine schöne Idee. Noch bevor ich sie hatte. Er hat sie beschmutzt, sie verbraucht. Und er ist zu allem Überfluss auch noch vom Fach - ein freier Journalist. Verdammte Axt!
Aber der Reihe nach. Es war letzte Woche. Ich saß ich auf dem Recumbent, den Schlank-durch-Funk-Mix auf den Ohren und die Fernsehzeitschrift in der Hand. Mit Interesse las ich die Buchbesprechungen. Die Zeitung wackelte ziemlich durch das rhythmischen Treten in die Pedale und so hatte ich einige Mühe, die Buchstaben zu entziffern. Aber ein grasgrünes Buchcover fiel mir sofort ins Auge. So sahen Bücher von Tommy Jaud, Sven Regner oder Rocko Schamoni aus. Würde also sicher was lustiges sein.
Ein übergewichtiger Mittdreißiger war auf dem Cover abgebildet. Wahrscheinlich handelte es sich um eine weitere kurzweilige Erzählung über einen Loser und seine unerfüllten Träume. Ich trat ein wenig langsamer, um die Buchstaben in eine stabile, lesbare Position zu manövrieren. Noch etwas langsamer und ich konnte den Titel entziffern: „Der Kilo-Killer“. Stop mal.
Ich hörte auf zu treten (aber wirklich nur 30 Sekunden) und las die Besprechung. Von 111 Kilo Ausgangsgewicht war da die Rede, von Weight Watchers, Extremsport, Kalorien zählen und Rückschlägen. Von einem Jahr im eisernen Kampf mit den Pfunden. Das Tagebuch einer Ernährungsumstellung sollte das sein – basierend auf einem Blog des Autors. Das saß.
Ich beendete hastig meine Trainingseinheit, duschte in Eile und las dann sofort ein paar Einträge aus dem Kilo-Killer-Blog. Eingebunden auf stern.de, geschrieben von einem, der durch seine Tätigkeit für Brigitte auch noch den direkten Draht zur Hauptzielgruppe hat. Jeder Beitrag kurzweilig und unterhaltsam – und hundertfach kommentiert. Das war definitiv eine andere Liga.
Das Buch musste ich natürlich sofort bestellen. Die ersten Kapitel habe ich inzwischen sogar schon gelesen. Es ist gut. Und irgendwie gibt mir das Hoffnung. Falls das Buch ein Erfolg wird, findet sich sicher einen Verlag, der mit meinem Erstling auf den Zug aufspringen würde. Andernfalls wäre das dann wohl eh nichts geworden.
Und mit 155 Kilo Ausgangsgewicht liefere ich mal definitiv den „Kilo-Killer XXXL“ ab. Für die richtig schweren Jungs. Stephan Bartels – auch wenn du erster warst - diese eine Sache habe ich dir voraus.
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Gestern gegessen:
Banane, Orange, Rindfleischstreifen mit Wok-Gemüse und Reis, Spaghetti mit Scampis
Wow- Redesign! Wird das Header- Foto ab jetzt entsprechend aktualisiert?
Mal seh’n ;o) Dann wird ja die rechte Spalte immer schmaler.