Mein Diäterfolg
Ich habe 65 Kilo in 15 Monaten abgenommen. Mit eisernem Willen, gutem Essen und viel Bewegung.
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Gunter

Ausgeknockt

Autsch. Der Gong schlägt und ich hänge in den Seilen. Alles verschwimmt. Ich höre, wie langsam jemand rückwärts zählt. Zehn, neun, acht, sieben, jetzt spricht er leiser und immer leiser. Zu leise - ich kann nichts mehr verstehen. Mein Ohr fühlt sich an als hätte es jemand an der Tankstelle mit 3 bar Ohrinnendruck aufgeblasen. Dumpf höre ich den Ringrichter weitere Zahlen hervorstoßen, vermag aber nicht zu sagen, welche es sind. Aus der Sieben hat sich einstweilen ein kleiner Schmetterlingsschwarm gelöst, der nunmehr um meinen vernebelten Kopf kreist. Ich bin in dicke Watte gepackt. Ach was, Watte - dicker, kratziger Dämmstoff umwickelt meinen ganzen Körper, einseitig mit hellem Glasvlies kaschierter Filz aus Glaswolle, nichtbrennbar nach DIN EN 13501-1. So fühle ich mich.

Seit knapp einer Woche bin ich nun krank. Die gemeine Grippe hat mir einen harten linken Haken verpasst und nur langsam erhole ich mich davon. Zu langsam für meinen Geschmack. Tief in meinem Inneren will ich laufen, ins Fitness-Studio gehen, wenigstens auf meinem Recumbent sitzen und ein bisschen strampeln… In der grausamen Wirklichkeit aber bin ich froh, wenn ich am Ende eines Tages meinen schweren Kopf vorsichtig im Bett ablegen und mich unter Zuhilfenahme einer ordentlichen Dröhnung Schulmedizin schleunigst hinüber in Morpheus’ sanfte Arme heben kann.

Ja ich weiß: Männer sind wehleidig. Klar, das bin ich auch. Vielleicht sogar ganz besonders. Neben dem mit so einer Erkrankung verbundenen schlechten Allgemeinbefinden und dem damit einhergehenden grundlegendem Unwohlsein habe ich aber zusätzlich auch noch unter ganz konkreten unerfreulichen Nebenwirkungen zu leiden. Jeder Tag Krankheit bewegt mich nämlich kontinuierlich ein Stückchen weg von meinem Ziel - so bin ich heute morgen mit 92,5 Kilo ziemlich genau zwei Kilo schwerer als vor knapp einer Woche. Das drückt zusätzlich aufs Gemüt.

Ich will endlich wieder trainieren!


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3 Kommentare zu “Ausgeknockt”

  1. Gunteram 24.02.2009 um 08:55

    Samstag gegessen:
    1/2 Körnerbrötchen mit Käse, Ei, Joghurt mit Schokokugeln, Vanille-Donut, zwei Leipziger Lärchen, 1/2 Teller Chili con Carne, Marinierte Hähnchenbrust mit Gemüse und Baguette

    Sonntag gegessen:
    Müsli mit Apfel, 1/2 Körnerbrötchen mit Schinken, Ei, Nudelsuppe mit Grießklößchen und Käsewiener, Kirschkuchen, Gnocchi mit Safran-Birnensauce, Cashew-Kerne mit Chili

    Gestern gegessen:
    Müsli mit Mandarine, Hähnchenbrustfilet mit glacierten Möhren und Pommes Frites, Apfel, Lolli, Hähnchenbrustfilet mit Erdnuss-Sauce, Wokgemüse und Reis

  2. Andreaam 24.02.2009 um 09:01

    Das wird schon wieder. Bald ist Frühling, nicht nur draußen, sondern auch bei Dir… dann sind die 2 Kilos im Nu weg. Tja, und dann heisst es, man sieht dich nur noch von hinten!!!

    Gute Besserung,
    wünscht Andrea

  3. Lutz Balschuweitam 24.02.2009 um 10:06

    Gute Besserung und viele Abwehrkräfte wünschen Dir

    Lutz und Anja Balschuweit

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