18.06.2008
Dublin (1. Tag)
„Auf Reisen ist alles erlaubt.“, so heißt es zumindest. So soll man auch während einer Diät im Ausland reue- und folgenlos schlemmen können. Aus Gründen, an die ich mich nicht mehr erinnern mag, hielt auch ich mich vor kurzem mit meinem Freund Dorian im Ausland – namentlich in Dublin - auf. Mit wissenschaftlicher Neugier und entgegen aller heimischen Vernunft war ich dabei natürlich dazu verpflichtet, die oben genannte These fundiert zu erhärten oder ggf. zu widerlegen. Von diesem Selbstversuch berichte ich in den nächsten Tagen.
Dublin (1. Tag)
08:30 – Berlin Schönefeld
In Anbetracht eines halbwegs komfortablen Zeitfensters zwischen unserer Ankunft in Schönefeld und dem Abflug nach Dublin entscheiden wir uns - motiviert durch ein nicht zu leugnendes Hungergefühl beiderseits - spontan für ein kosmopolitisches Kurzfrühstück bei Marché. Das leckere Schinkenbrötchen mit marinierten Pilzen bringt mich nicht nur dazu, noch auf deutschem Boden meine guten Vorsätzen aufzuweichen, sondern sorgt im Zusammenspiel mit der anschließenden - und in dieser Form nicht vorherzusehenden - Menschenschlange vor der Sicherheitskontrolle auch noch fast für einen verpassten Flug. Klappt aber gerade noch so. Zumindest muss ich mich jetzt nicht mit dem allseits gefürchteten Flugzeugfraß rumschlagen. Dorian aber braucht offensichtlich ein zweites Frühstück und verleibt sich eine Kleinpackung Pringles und eine Cola ein. Die zahlreichen Iren an Bord sind offensichtlich schon seit längerem beim Bier. Schon mal kleiner Vorsprung für mich. Ich fühle mich motiviert.
12:00 - Dublin
Erst mal ein langer Marsch zum Hotel. Den sicher fast zwei Kilometer langen Fußweg werden wir in den nächsten Tagen noch öfter zurücklegen. Tatsächlich scheint er später mit jeder Begängnis kürzer zu werden. Beim ersten Mal aber tat’s noch weh. Check ins Hotel geht leider erst ab 15 Uhr. Also Gepäck geparkt und dergestalt erleichtert den langen Weg wieder zurück. Auf halber Strecke landen wir im LOMBART – auf das erste irische Guinness und ein Steak. Ich bin verloren an Dublin – kulinarisch gesehen.
14:30 – Butterschock
Zum Nachtisch verschlägt es uns vor einen dampfenden und schaumigen East Coast Coffee in Begleitung eines wahnsinnig leckeren Milk Chocolate Cookie. Wie lange habe ich so was schon nicht mehr gegessen? In diesem unscheinbaren Keks werden Butter und Zucker zu einem perfekten Traumpaar vermählt. Ich werde euphorisch – Gebäck statt Gepäck. So schmeckt Irland.
20:00 – Temple Bar
Der Abend beginnt in Dublins Kneipenmeile. Wir ziehen durch die Pubs und uns dabei auch das eine oder andere Pint Guinness rein. Es reicht aber noch nicht, um den furchtbar lauten Blues-Gitarristen im „mexx“ gut finden zu können. Den dafür benötigten Zustand kann man mit purem Guinness wahrscheinlich gar nicht erreichen. Als sich der Hunger meldet, leisten wir uns ein gehobenes Steak Haus für das zweite „Medium“ des Tages – diesmal sogar mit Fries. Die Nachtischkarte lasse ich kommen, lese sie aber nur durch, um mich an den schönen Möglichkeiten zu erfreuen. Für heute habe ich genug gesündigt.
Es wird Nacht in Dublin.







Freitag gegessen:
Müsli mit Banane, Pizza mit Broccoli, Mais und Artischocken, ½ Schokoeis, Wraps mit Chicken, Mais, Beans und Pilzen
Samstag gegessen:
Müsli mit Kiwi, Ei, Körnerbrötchen mit Corned Beef, Teriyaki Hühnchen mit Nudeln, Zander auf Gemüsebett mit Spargel, Kartoffeln und Sauce Hollandaise
Sonntag gegessen:
Schinkenbrötchen mit marinierten Pilzen, Steak with Baby Potatoes and Vegetables, Milk Chocolate Cookie, Guinness, Steak with Fries and Mushrooms
Montag gegessen:
Scrambled Egg, Baked Beans & Toast, French Burger with Mash and Vegetables, Caramel Chocolate Bar, Whiskey mit Ginger Ale, Guinness, Caipirinha, Chicken Lemon Sauce with Rice
Gestern gegessen:
Scrambled Egg, Baked Beans, Ham & Toast, Chicken & Stuffing Sandwich, Raspberry Banana Smoothie, Guinness, Rührei mit Kartoffeln und Gurkensalat
Mit dem was da auf der Essensliste steht ist aber das Abnehmen bzw der Erfolg futsch oder,…
Nun - ich will mal sagen: von dieser Woche erwarte ich mir nicht allzu viel
Nur wenig zuzunehmen wäre schon eine Leistung. Muss aber auch mal sein.