21.06.2008
Dublin (2. Tag)
09:30 Öffentliches Ärgernis
Fast wären wir vom irischen Frühstück disqualifiziert worden. Und das nur wegen einer kleinen Unachtsamkeit beim Anziehen, die eine dritte Socke als nicht geplantes Accessoire am Klettverschluss eines Schuhs drapierte. Zur Wahrung der persönlichen Würde des Betroffenen sage ich nicht, um wessen Schuh und Socke es sich handelte. Dieses öffentliche Ärgernis jedenfalls ist nach einem dezenten Hinweis des Hotelpersonals schnell aus der Welt geschafft – die Frühstücksauswahl aber ist direkt das nächste. So richtig gesund sind hier wohl nur die Plastikzwiebeln aus der Dekoration. Schwarzbrot Fehlanzeige und alles voller Baked Beans, Ham und Butter. Da muss ich durch.
12:00 Sightseeing
Erster Halt auf unserer Stadtrundfahrt ist die Guinness Brauerei. In der Konsequenz habe ich das erste Guinness des Tages schon mittags intus. Damit liege ich in Irland wohl eher im hinteren Mittelfeld – der durchschnittliche Ire soll schließlich 4,1% seines Jahreseinkommens für Alkoholika ausgeben. Das schafft man nicht mal eben so nach Feierabend.
13:30 French Burger
Bier regt den Appetit an. Also kehren wir in einen Pub abseits der Touristenmeile ein. Die Karte wird mir vom im Vorübergehen vom Kellner mehr gezeigt als gereicht. Ich greife geistesgegenwärtig zu – er reagiert säuerlich. Womöglich hatte er von mir erwartet, dass ich ihm zum Lesen während seiner weiteren Servicetätigkeit hinterherlaufe. Die Auswahl jedenfalls ist abermals beschränkt und ungesund. Ich entscheide mich für den French Burger, der sich zu meiner Überraschung als reine Frikadelle - ohne Bun, ohne Salat, ohne Tomaten und ohne Gürkchen – dafür aber mit dem landestypischen Mash entpuppt. Hab’ ich den wenigstens auch probiert. Schmeckt irgendwie nach Tapetenkleisterpulver.
15:30 Whiskey
Zweiter und letzter Halt auf unserer Stadtrundfahrt ist die Jameson Distillery. Kirchen und Parks sehen wir uns nur im Vorüberfahren aus dem Doppeldeckerbus an. Man muss Prioritäten setzen können. Trotzdem tun mir die Füße weh – keine Ahnung, warum. Auch der Whiskey muss natürlich verkostet werden. Dergestalt beschwipst starte ich in den Nachmittag und spüle zuerst mit Latte (kombiniert mit einem furchtbar leckeren Karamel-Riegel) und später mit einem weiteren Guinness nach.
20:00 Purple Rain
Die „Nicht traurig sein“-Party für alle trotz der kurzfristigen Konzertabsage angereisten Prince-Fans wird neben der sagenhaften Prince-Cover-Band „Purple Rain“ vor allem durch jede Menge Guinness versüßt. Ich habe nicht mitgezählt, schätze aber mal mindestens sechs. In den frühen Morgenstunden landen wir nach einer durchfeierten Nacht schließlich noch beim Chinesen (Chicken Lemon Sauce und Frühlingsrolle) und schließlich gegen vier im Hotel.
Fazit: Zu viel Guinness, zu viel Steak, zu viel Süßes.
Das war Dublin.







Mittwoch gegessen:
Müsli mit Banane, Rindfleichstreifen mit Wok-Gemüse und Reis, Banane, Apfel, Sushi
Donnerstag gegessen:
Körnerbrötchen mit Käse, Teigtaschen mit Rindfleischfüllung und Tomaten-Artischocken-Sauce, Banane, Apfel, Tomate-Mozarella-Salat, 1/2 Käsebrot, 5 Schoko Bons
Gestern gegessen:
Körnerbrötchen mit Schinken, Spaghetti Bolognese, Pfannengemüse, Banane, Apfel, Nudeln Szechuan Art
Thank ya 4 the weak-end
It´s always worth 2 drink a guinnes wita friend! By the way: ur the hardest workin man in Stadtführerbusiness.