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Gunter

Ein Kilogramm Wintersport

„Papa, guck mal, kleiner Schnee!“, ruft mein Sohn Levi jedes mal wenn er etwas morgendlichen Reif auf der kahlen Hecke vor unserem Haus entdeckt. „Bald kommt großer Schnee. Können wir Schneemann bauen.“ Nun ja - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Er hat mit seinen fast 3 Jahren bereits mehr Horrorfilme gesehen als verschneite Wintertage (Er durfte leichtsinnigerweise einmal „Monster AG“ mit anschauen). Die weiße Pracht kennt er bisher also nur von Erzählungen und aus Filmen. (Gibt es eigentlich Schnee in „Monster AG“?)

Das soll sich heute ändern. Schneehosen angezogen und rein ins Auto – auf nach Oberwiesenthal. Ein wenig dekadent kommt es mir schon vor, für zwei Stunden Rodelspaß extra auf den Fichtelberg zu kutschieren – aber es geht wohl nicht anders. Und tatsächlich: eine herrliche 50 cm-Schneedecke entschädigt für die lange Anfahrt.

Aufsitzen, abfahren, Schlitten wieder hochziehen, Kind hinterher ziehen, wieder aufsitzen… Macht schon Spaß, ist aber auch anstrengend. Pause im Fichtelberghaus. Conny erlaubt mir freie Auswahl als Belohnung für die ersten 5 Kilo, die runter sind. Das Waldpilzragout schmeckt hervorragend, ist aber mutmaßlich voller Sahne. Als ich merke, dass ich satt bin, lasse ich den Rest auf dem Teller. Wusste bisher gar nicht, das so was geht.

Bei der Rückfahrt sagt Leo: „Papa, hier müssen wir wieder mal hinfahren. Das nächste Mal nimm aber eine Abkürzung. Oder wir fliegen mit dem Flugzeug – oder besser noch mit dem Hubschrauber, der kann direkt auf dem Berg landen.“ In Sachen Dekadenz reiche ich ihm nicht im Entferntesten das Wasser.

Der Ausflug macht sich jedenfalls bezahlt: 149,0 Kilo wiege ich am Montag – ein Kilo leichter als noch am Sonntag Morgen. Die erste magische Hürde ist genommen.

Nein, auch nach der 30. Abfahrt waren keine Zeichen der, im Stillen erhofften, Langeweile bei der rodelfreudigen Besatzung zu erkennen.
Um nicht in den Verdacht vorzeitiger Ermüdung zu geraten, dachte sich die Zugmaschine GS, ein kleiner Schnappschuss könnte helfen hier ein wenig Ablenkung und damit vielleicht auch ein wenig mehr Rücksichtnahme bei den Reisenden zu erzeugen. Doch leider ohne Erfolg. Wären die anschliessenden 30 Folgeabfahrten nicht gewesen, hätte es für die Zugmschine GS eigentlich ein ganz normaler schöner sonniger Sonntagnachmittag werden können.
(c) für die Bildunterschrift: Frank P.


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4 Kommentare zu “Ein Kilogramm Wintersport”

  1. Gunteram 14.01.2008 um 12:32

    Am Samstag gegessen:
    Vollkornbrot mit Wacholderschinken, Müsli, Züricher Geschnetzeltes, ein Kirschtörtchen (muss auch mal sein), Broccoli-Filet-Pfanne

    Gestern gegessen:
    Vollkornbrot mit Wacholderschinken, Müsli, Waldpilzragout mit Knödeln, Reste von der Broccoli-Filet-Pfanne, etwas Obst

  2. Thomasam 14.01.2008 um 14:12

    Ja, in Monster AG gibt es eine Menge Schnee. Da gibt es diese Szene mit dem Yeti und der Mütze soweit ich mich errinnere!

  3. Voegieam 14.01.2008 um 16:22

    Absolut, bei Monster AG gibts ne Menge Schnee … ganz am Schluss mit turbulenter Rutschpartie … Aber noch mehr Schnee gibts bei ICE AGE :-)

    Gratulation zum ersten Milestone. Du hast die 150 geknackt.

    der Voegie

  4. spivam 15.01.2008 um 02:58

    Kinder wie die Zeit vergeht - mir kam’s noch wie gestern vor als Du wärend des Projektstresses KLB damals zur Entbindung musstest und nun ist er schon drei!

    Gratulation auch von mir zur ersten Etappe. Am anfang geht es erwiesener Maßen schneller die Pfunde zu verlieren als in der Mitte deines Ziels. Lass Dich dann später nicht entmutigen, das ist dann physiologisch völlig nochmal. Bleib eisenern und weiter so!

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