05.02.2009
Stellschrauben
Was mich derzeit am meisten umtreibt ist nicht die Fragestellung, ob und wie ich die verbliebenen fünf Kilo noch loswerde - darüber habe ich im letzten Jahr wahrlich genügend Erfahrungen gesammelt. Auch wenn die letzten Kilos zugegebenermaßen die schwersten und hartnäckigsten sind, so mache ich mir über dieses Themenfeld dennoch überhaupt keine Sorgen. Das wird schon irgendwie klappen.
Was mich viel mehr beschäftigt ist die Frage, was es braucht, um mein mir jetzt recht sympathisches Gewicht auf Dauer zu halten. Ist es wichtig, regelmäßig Sport zu treiben? Wie oft, wie viel? Oder reicht es schon aus, mich weiterhin gesund zu ernähren? Über diese Feinjustierung der kleinen Stellschräubchen zum persönlichen Wohlbefinden bin ich mir noch nicht ganz im Klaren.
Vor längerem hatte ich ja schon über die erschreckende Erkenntnis geschrieben, dass 85 % der ehemals stark Übergewichtigen nach vier Jahren wieder so dick sind wie zuvor - oder sogar noch dicker. Vorgestern dann erklärte mir ein Fernseharzt abermals, wie meine ganzen Fettzellen nur darauf lauern, frisch zugeführtes Fett wieder aufzunehmen, sich damit vollzusaugen und mich wieder auf Originalgröße aufzupolstern. Das soll mir bitte nicht passieren!
Vor ein paar Monaten las ich dann in einem Magazin über eine Studie, die herausgefunden haben wollte, dass nur diejenigen ehemals schwer Übergewichtigen dauerhaft ihr Gewicht halten können, die auch heute noch mindestens aller zwei Tage eine Stunde Sport treiben. Das ist nicht gerade selten und auch nicht wenig. Andererseits ging jüngst eine Studie der Loyola Universität in Chicago dieser Frage erneut nach und verglich das Sport- und Essverhalten von Frauen aus Chicago und Nigeria. So wollte man herausfinden, ob die nigerianischen Frauen deswegen schlanker sind, weil sie sich mehr bewegen. Das war aber eindeutig nicht der Fall. Der Unterschied lag vielmehr an der Ernährungsweise: die Chigaoer Ladies ernährten sich nämlich viel fettreicher.
Das Fazit dieser Studie lautete denn auch “Decreased physical activity may not be the primary driver of the obesity epidemic.” Als Grund dafür vermuten die Wissenschaftler, dass sportliche Menschen dazu neigen , mehr zu essen - frei nach dem Motto “Ich habe mich heute sportlich betätigt, also darf ich auch ordentlich reinhauen.” Etwas ähnliches beobachte ich auch bei mir - oft greife ich in letzter Zeit zu Süßkram oder gehaltvolleren Gerichten, wenn ich am selben Tag tüchtig Sport getrieben habe.
Es ist und bleibt also die einzig wahre Wahrheit: Nur Sport und gesunde Ernährung garantieren mir dauerhaft den Erfolg.
Nun ja, es gibt Schlimmeres…
via Amapur
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Dienstag gegessen:
Müsli, kleiner Salat und Steak mit Reis, Vollkornbrote mit Käse, Mandarine
Gestern gegessen:
Müsli und Orange, großer Salatteller, ein paar M&Ms, Schwertfisch mit Bananensauce und Kartoffeln
Ja was glaubst Du denn warum Anja und ich jeden Tag so schuften?
hä? wenn du aber schreibst, du äßest fettreicher und mehr süßes, wenn du sport getrieben hast, wäre doch die logische konsequenz:
entweder fett- und süßarm ernähren ohne sport
oder
mehr genuß beim essen, dafür eben auch sport.
oder?
daß ich dich immer noch täglich lese, grenzt in meiner momentanen situation übrigens an masochismus, meine kurve verläuft ja deiner diametral geradezu, ich werde mich deinem projekt ab mitte mai wohl anschließen…
@Schnattchen: Ich entscheide mich für Variante zwei (gut essen und Sport)
PS: “wenn du äßest” - was für ein Wahnsinns-Konjunktiv II !
Und “diametral” - musste erstmal nachschlagen, was das überhaupt heißt