Woche 100 von 100
ZIEL: 90kg
SOLL: 90 kg
IST: 89,3 kg
-1,9 kg
-66,1 kg
Jetzt mit xx-well.com abnehmen
 


Gunter

Der Bär

Lauferfahrung habe ich in nahezu allen Teilen Schwedens gesammelt. Man läuft ganz einfach auch gern mal ein Stück, wenn man den Rest des Tages sitzend hinterm Lenkrad verbracht hat. In Südschweden, nahe Ystad, bin ich zum Beispiel direkt am Meer die Ostseeküste entlanggejoggt. Das war übrigens deutlich weniger romantisch als es sich jetzt anhört, eher tierisch anstrengend. Sand ist definitiv kein schöner Laufboden und von unberechenbaren Wellen unterspülte Sportschuhe sind irgendwann einfach nur noch nass.

Weiter oben in Mittelschweden lief ich mit Grit. Glücklicherweise haben wir beiden in etwa das gleiche Tempo – so konnten wir in mäßigem Laufschritt die eindeutig schönste Laufstrecke des Urlaubs auskosten. Nur leicht hügelig, 20 Minuten in den Wald hinein und genauso lang wieder hinaus, garniert mit einem der atemberaubendsten Ausblicke über die schwedischen Wälder, den man sich vorstellen kann. Ja, für den haben wir sogar kurz pausiert.

Schließlich bin ich direkt vor unserem Ferienhäuschen im mittleren Norden aus zwei weitere Male joggend in die Härjedalener Wälder aufgebrochen. Die Strecke begann hier mit einem kurzen aber ohoen Anstieg, führte über einige sehr hügelige Waldwege an einem beeindruckenden Ausblick auf die Berge des Naturschutzgebiets Sanfjället vorbei, hinab in das Dörfchen Hedeviken, durch dieses hindurch und wieder hinauf in den Wald. Ehrlich gesagt: dieses ständige Auf und Ab ging mächtig in die Knie und brachte mich ganz schön aus der Puste.

Steffen bewegte sich in diesem Gebiet daher vernünftigerweise nicht laufend sondern wandernd und erkundete derweil in erzieherischem Alleinauftrag mit unseren Kindern die Natur. Einmal fanden sie neben Rentierlosung und Flechten sogar einen offensichtlich von Bären auf der Suche nach Insekten beackerten Felsbrocken. Als in diesem Augenblick plötzlich ein tiefes, schnaufendes Brummen direkt hinter ihnen erklang war natürlich alles klar: sie hatten den Bären überrascht, er fühlte sich bedroht, Schluss – aus - das war’s. Steffen schilderte mir die Geschichte später mit ehrlicher Angst in den Augen.

Ja, das konnte er, denn sie kamen tatsächlich kurz darauf unversehrt in unserer Hütte an. Und stellt euch vor: das Schnaufen war gar kein Bär gewesen, sondern ein – wenn auch mächtiger, so doch ziemlich menschlicher - schwarz gekleideter Jogger. Ich sagte doch bereits: die Strecke konnte einen echt aus der Puste bringen. Man wird ja wohl noch mal schnaufen dürfen, oder?

derbaer.jpg

Mit etwas Abstand betrachtet sieht der Bär doch eigentlich ganz harmlos aus, oder?

2 Kommentare zu “Der Bär”

  1. Gunteram 28.08.2008 um 08:57

    Dienstag gegessen:
    Annanas, Farfalle mit Tomaten und Champignons, Sushi

    Gestern gegessen:
    Annanas, etwas Weißbrot mit Kräuterbutter, kleiner Salat, Fischfilet in Pfeffersauce mit Kartoffeln und Broccoli beim Portugiesen, ein paar Paprika-Sticks, Banane

  2. Ein Freundam 30.08.2008 um 10:28

    Mit diesem Jogginganzug verschaffst du dir Respekt.

    http://picture.yatego.com/images/43720a79368d36.0/Baer.jpg

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben