31.10.2008
Frostig
Die Tage werden kürzer, die Morgenstunden immer kälter – so langsam aber sicher kündigt ein frostiger Atem den nahenden Winter unmissverständlich an. Schon seit Längerem grübele ich daher, wie ich mein Sportprogramm winterfest bekomme. Zuerst hatte ich lange damit geliebäugelt, in den kalten Monaten komplett ins Fitnessstudio auszuweichen, um dort meine Problemzonen gezielt zu bearbeiten. Aber so geht das nicht – ich will an der frischen Luft sein. Das entspannt, härtet ab und macht gesund. Außerdem bewahre ich mir so meine läuferische Leistungsfähigkeit für den nächsten Frühling. Ich habe keine Lust, in ein paar Monaten konditionell wieder bei Null anzufangen.
Also habe ich mir zum Geburtstag Laufklamotten für die kalten Tage schenken lassen: eine knallorange Jacke, mit der ich aussehe wie ein Müllmann auf der Flucht, und dazu ein Paar schwarze Jogginghosen. Eine Pulsuhr hat meine liebe Ehefrau noch obendraufgepackt – fehlen eigentlich nur noch Mütze und Handschuh und ich bin perfekt gewappnet fürs Laufschuhspurenhinterlassen im Schnee.
Natürlich musste ich das neue Equipment gleich ausprobieren. Am Anfang pfiff und zog es bei morgendlichen vier Grad noch tüchtig durchs Hosenbein – schon nach ein paar Minuten aber wärmte mein Körper die Kleidung auf angenehme Temperaturen. Hinsichtlich des Chronometers habe ich es trotz dreißigminütiger Vorbereitungszeit am Vorabend noch nicht mal fertig gebracht, wenigstens die Stoppuhr zum Laufen zu bringen. Nach drei Uhrfummelpausen gab ich entnervt auf und lief eben ohne konkrete Zeitangabe weiter. Meine Strecke kenne ich ja eigentlich.
Wenigstens die Pulsmessung funktionierte halbwegs (solange der Brustgurt nicht verrutschte) und disziplinierte mich enorm. Ich dachte ja immer schon, ich wäre ein langsamer Läufer – aber ich muss noch langsamer! Mein Puls geisterte permanent in viel zu hohen Regionen herum, bis ich es dann endlich schaffte, mich in einem angenehmen, lässigen Tempo auf einen guten Fettverbrennungspuls einzupegeln. Mit der reduzierten Eile stieg meine Leistungsfähigkeit enorm und ich hatte erstmalig beim Joggen das Gefühl, noch ewig so weiterlaufen zu können. Prompt wurde ich übermütig und hängte einen Schlenker in unbekanntes Terrain hinten dran. Wie zu erwarten war, verlief ich mich natürlich gründlich und brauchte einige Zeit, um wieder auf bekannten Boden zurück zu finden.
Kurz vor der Haustür sah ich dann einen Rettungshubschrauber kreisen. Für einen Sekundenbruchteil durchfuhr es mich: War ich doch länger weg gewesen, als ich dachte? Hatte mein Mitbewohner die Panik bekommen und womöglich die Rettungswacht alarmiert? Hielten die jetzt Ausschau nach einem reglosen Müllmann mit Null-Puls im Dulsberger Grünzug?
Dann zog der Hubschrauber ab und ich beendete beruhigt die Trainingseinheit.
Der Winter kann kommen.






Dienstag gegessen:
Müsli mit Banane, großer Salatteller, Apfel, Rindersteak mit Tomatensalat
Mittwoch gegessen:
Vollkornbrot mit Putenbrust und Gewürzgurke, Straußensteak mit Kürbis und kleiner Salatteller, Apfel, Reis mit Champignons, Gewürzgurke und etwas Putenbrust
Gestern gegessen:
Müsli mit Banane, Rindfleischpfanne mit Baked Potatoe und Kräuterquark, zwei Äpfel, Gemischter Salat mit Käsestreifen
Cool geschrieben und die Jacke trage ich zur Zeit auch. Tchibo lässt grüßen
Mach Dir nix aus der Kälte, die wird noch besser
Raus an die Luft ist das Beste was Du tun kannst…
Viel Spaß auch am Wochenende wünscht Dir
Lutz Balschuweit
Ich würde dich als Holländer als umherirrenden Holländer identifizieren. Apropos Holländer: kennste den?
Was machen die Holländer, wenn sie die Fußball Weltmeisterschaft gewonnen haben? Sie schalten die Playstation aus und gehen schlafen.
Oder den?
Was erhält jemand, der 3mal durch die Führerscheinprüfung fällt?
1. Ein gelbes Nummernschild.
2. Einen Wohnwagen, damit er nicht schneller als 30 km/h fahren kann.
3. Und einen NL Aufkleber (never learned).
Ok; ein hammer noch.
Kannibalenhäuptling zum Sohn: “Was ist ein Holländer mit einem Pfeil im Rücken?”
Sohn zu Häuptling: “Ein Käsehäppchen!”
Prima, Pulzkontrolle ist das A und O beim Laufen, nur so kannst du auch feststellen ob und wie du dich weiterentwickelst. Den Begriff positive Laufgefühl hättest du sicher vor einem Jahr noch mit “Vogelzeigen” kommentiert. Ebenso unterscheidet man mittels Pulzbereiche zwischen langsamen und schnellen Dauerlauf bzw. Regenerationslauf. Der Wechsel zwischen den Pulzbereichen von Taining zu Training führt zu einer guten Verteilung der Belastung auf den Körper und steuert die Regeneration. Guck mal hier: http://www.laufberater.com/ie/methoden/herzfreq.htm
LG der Voegie