27.01.2009
Heimkino
Männerfreundschaften sind unkompliziert. So lange nichts wirklich Weltbewegendes passiert, hat man sich nicht unbedingt viel zu sagen. Man sitzt einfach gerne auch mal schweigend nebeneinander, genießt die Ruhe, liest ein gutes Buch, geht hin und wieder gediegen ein feines Steak zusammen essen oder schaut sich im Kino Actionfilme an, deren belanglose Unterhaltung keine Frau, die halbwegs bei Verstand ist, auch nur im Entferntesten ertragen könnte. Ich meine so was wie „Resident Evil“, „Hellboy 2“, „Die Mumie 3“ oder von mir aus auch „BOLT - ein Hund für alle Fälle“ (Jungs sind doch quasi auch kleine Männer…)
So mache ich das auch ganz gern mal hin und wieder. Als enorm nachteilig erweist sich dabei allerdings die lästige Angewohnheit, direkt am Einlass neben der tatsächlich benötigten Kinokarte mit schöner Regelmäßigkeit auch Alkoholika sowie diverse Knabbereien gleich mit zu erwerben. Das habe ich übrigens laut einer aktuellen Studie mit 53 Prozent der Kinogänger zwischen 18 und 45 Jahren gemein. Es gibt aber auch einfach nichts, was einen schlechten Film so sehr aufwertet wie ein schönes kühles Pils und eine Tüte NicNacs. Außer vielleicht dem Ergreifen der Gelegenheit, mitten im schlimmsten Geballer den Vorführsaal zu verlassen, um eine weitere Tüte NicNacs zu organisieren.
Um dieser kalorien- und fettreichen Versuchung zu entgehen, lud ich mich letztens bei meinem besten Kumpel kurzerhand selbst zum Filmgucken ein. Zwei leckere Steaks und ein paar Tomaten brachte ich uns mit und da wir die Filmauswahl selbst in der Hand hatten, stand mit „Batman – The Dark Night“ ausnahmsweise mal ein wirklich guter Film auf dem Spielplan. Der Abend bekam seine leicht unerfreuliche Wendung allerdings nicht erst, als mir schwante, das ich wohl wegen mangelhaft koordinierter Babysitter-Übergabezeit den halben Film verpassen würde. Das Unheil war bereits in dem Moment vorprogrammiert als besagter Freund – sicher wohlgemeint – pünktlich zum Vorspann jedem von uns eine Tüte ebendieser verfluchten NicNacs auf den Tisch stellte.
Nach einem kurzen – für einen der Teilnehmer völlig aussichtslosenlosen – Kampf zwischen Teufelchen und Engelchen auf meiner Schulter war ziemlich schnell klar, dass meine Tüte wohl auch in meinem Magen landen würde. So tat sie es denn auch – zusammen mit etwas weißer Schokolade und einer Flasche Vita Cola.
Verfluchtes Hollywood!






Sonntag gegessen:
Vollkornbrote mit Schinken und Salami, Tomaten, Roulade mit Rosenkohl und Klößen, und noch mal Roulade mit Rosenkohl und Klößen (viel zu viel!)
Gestern gegessen:
Müsli mit Mandarine, Pasta Arrabiata, Äpfel, Banane, Mandarine, Salat mit Hüttenkäse, Vollkornbrot mit Käse
Hauptsache es hat gemundet und der Abend war noch gut.
Was glaubst Du wie oft Dir sowas noch passieren wird. Das darf nur nicht der Alltag sein.
Du lebst doch noch - oder?
Hauptsache du hattest einen schönen, unvergesslichen Abend mit deinem Kumpel, oder? Dann gibt es das nächste Mal mehr Salat oder du untersagst ihm einfach Knabberzeugs zu kaufen!