04.05.2008
Kleine Sünden
War ja klar. Das musste ja mal so kommen. Dabei fing alles so gut an. Die letzte Woche verlief in Anbetracht des mir bekannten (wenn auch nicht erklärlichen) Wochen-Gewichtszyklus ganz normal, eher ein bisschen besser als gewohnt. Gestartet auf einer komfortabel ausgebauten 127,3 legte ich erwartungsgemäß fast ein Kilo zu, gelangte aber bereits am Donnerstag morgen zurück auf das Ausgangslevel. Alles im grünen Bereich also.
Bis zum Samstag morgen hatte ich mich denn auch schon auf 125,9 runtergekämpft und geriet so in greifbare Nähe des nächsten Meilensteins. Ich konnte die große 30 schon fast spüren - schön, mächtig und schimmernd. Wie sie ganz langsam aus der Ferne auf mich zugefahren kommt und im Zeitlupentempo immer größer wird, begleitet von euphorischen, orchestaralen Blechbläsersätzen, die den Übergang in ein neues Zeitalter anzukündigen scheinen. Sie kam näher und immer näher, bald konnte ich die kleinsten Details erkennen. Ich musste nur noch meinen Arm ausstrecken, die Hand etwas vorschieben, den Zeigefinger anspannen, den Fingernagel ein paar Millimeter wachsen lassen und …
… auf die Wage steigen. Versemmelt. 126,9 - über Nacht ein Klilo zugenommen. Was war nur passiert? Was hatte ich falsch gemacht? Zum Spargel hatte ich etwas mehr Hollandaise als erlaubt, gut… Und beim Grillabend hatte ich neben Gemüsespießen und Salat eben auch zu Lamm und Steak gegeriffen, mag sein… Auch an der Tüte mit M&Ms wäre ich vielleicht besser vorbeigegangen, das leuchtet mir ein… Aber ein ganzes Kilo? Über Nacht? Das wart hart.
Kleine Sünden werden eben doch sofort bestraft. Und große Sünden scheinbar mit etwas Nachlauf. Denn - ganz ehrlich - die letzten Wochen habe ich es sportlich total schleifen lassen und eigentlich erst diesen Montag das Training wieder aufgenommen. Und die Quittung dafür gibts eben erst am nächsten Wiegetag.
Große, schöne 30 - dich krieg ich schon noch. Dann eben nächste Woche. Ich hab’ Zeit. Ich kann warten.
Du bist fällig.
Link: www.clipfish.de
Spongebob und Krabbenburger-Geheimformel - Ab Minute 09:35 bekommt man einen Eindruck davon, wie pompös sich die 30 für mich schon ankündigt hatte
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Donnerstag gegessen:
Körnerbrötchen mit Schinken, Müsli mit Birne, Crépe mit Schinken und Bärlauchpesto, Salbei-Hühnchenpfanne mit Gemüse und Kartoffeln
Freitag gegessen:
Körnerbrötchen mit Honig und Käse, Asiatisch Rindfleisch mit Bambussprossen, Morchelm und Reis, 3 kleine Frühlingsröllchen, Thunfisch-Salat
Samstag gegessen:
Körnerbrötchen mit Salami, Müsli mit Banane, Spargel mit Schinken, Kartoffels und Hollandaise, 1/2 Steak, 2 kleine Lammfilets, Salat, Gemüsespieß, gegrillter Schafskäse, ein Bier
Na dann auf den nächsten Wiegetag und die “Goldene” 30!
Aber trotzdem, beachtliche Leistung!
Wir haben zur gleichen Zeit angefangen und Du hast fast fünfmalso viel abgenommen! Allerdings hattest Du auch erheblich mehr auf Deinen Rippen!
Also weiter, weiter, weiter…
Und berichte demnächst mal wieder über Deine “sportlichen Erfolge”!
Gruß
Andrea
@ wundersamer Gewichteszuwachs über Nacht.
Jeder kennt es, man isst 100g Schoki und nimmt ein halbes Kilo zu. Habe mal bisschen geguckt und kann hier das Ergebnis preisgeben: Der Grund warum Süßkrams dick macht.
Biochemisch geht das so:
Der Zucker wird über die Glycolyse schließendlich in sog. aktivierte Essigsäure abgebaut. Diese Verbindung ist die zentrale Verbindung des Stoffwechsels. Von hier aus geht es in viele verschiedene Richtungen weiter (z.B. Citratzyklus zur Energiegewinnung). Aber eben auch zum Aufbau von Fettsäuren. Das Insulin hat in dieser Fettbildung eine Schlüsselstelle inne, aber die Details wären wohl arg zu speziell. Der Abbau von Fett geht umgekehrt über die Beta-Oxidation zurück zur aktivierten Essigsäure, die dann verstoffwechselt, oder zum Aufbau anderer Verbindungen verwendet wird.
also kurz:
Aller Zucker (Kohlehydrate), der nicht für die kurzfristige Energiegewinnung verwendet wird wird entweder in der Leber als Glycogen (ein Polyzucker zur Deckung von kurzen Bedarfspitzen) oder als Fett gespeichert. Unser Körper bildet Fett.
in diesem Sinne, der Voegie