06.02.2008
Körperpflege
Früher war ich immer der erste im Bad. Meine Fingerfertigkeit beim Einsatz der Zahnbürste und mein unerschrockener Umgang mit dem Nassrasierer (unter der Dusche und ohne Spiegel) waren legendär. Von der Haarpflege mal ganz zu schweigen (wo nichts ist, ist nichts zu pflegen).
Wenn ich halb acht am Bahnhof sein musste, reichte es für gewöhnlich, mir den Wecker auf sieben Uhr zu stellen. Und da sind 20 Minuten Fahrt schon mit reingerechnet.
Nicht mehr! Seit dem Kickoff von Projekt Einhundert muss ich mich plötzlich pflegen. Noch bevor die ersten fünf Kilo runter waren, erhoben sich schon mahnende Stimmen (Ehefrau, Ärztin …), die mich vor einem drohenden Missverhältnis zwischen Körperhülle und -fülle warnten.
Jetzt stehe ich jeden Morgen zehn Minuten und mehr im Bad und striegele mich mit einem kratzigen Handschuh, der offensichtlich den wilden Ritter-Fetischträumen eines modernen Burgfräuleins aus der Dove Produktentwicklung entsprungen ist.
Das ist entwürdigend und so was von unmännlich. Obwohl - auf der anderen Seite gehe ich auch freiwillig und aus eigenem Antrieb auf George Michael- und Lionel Richie-Konzerte. In Sachen Männlichkeit habe ich scheinbar eh Aufholbedarf.

Meine Pflegeutensilien - laut eigenem Bekunden “an echten Kurven getestet”.
Wenn ich jemals bei den DOVE Laboratories vorbeikomme, zeige ich denen mal, was echte Kurven sind!
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Vorgestern gegessen:
Rührei naturelle mit Körnerbrot (Bord-Bistro), Red Snapper auf Koriander-Mango-Chutney, Zitronenhackbällchen mit Chicoree-Mais-Salat
Gestern gegessen:
Vollkornbrot mit Käse, Tomate, Curry-Gemüse mit Kichererbsen und Erdnuss-Dip, nochmal Zitronenhackbällchen mit Chicoree-Mais-Salat, Vollkornbrot mit Schinken
Das sieht irgendwie sehr grob aus - Mit dem Handschuh kann man bestimmt auch Brennstäbe wechseln.
Ich denke ich werde dir mal Pflegepeeling mitbringen.
Das Foto ist leider nicht besonders aussagekräftig. Ein kleiner Videoclip würde uns bestimmt mehr Einblick in deine morgendlichen Torturen gewähren. Zur Anonymisierung kannst du schwarze Balken über deine Augen setzen. Oder du fragst Holger (den ich auf diesem Wege gleich mal zur Vaterschaft gratuliere) ob seine Mutter einen ihrer Autofahrbärte verpumpt.
also grobes Sandpapier aus dem Baumarkt hätte es sicherlich auch getan