15.01.2008
Mundraub
Montag abend. Viertel nach Acht (für die Leipziger: viertel neun). Irgendwo in Hamburg. Ein Supermarkt. Ich muss dringend noch was einkaufen – der Kühlschrank ist komplett leer. Ich laufe eilig durch den Nieselregen auf die Eingangstür zu und schließlich auch dagegen. Geschlossen. Mist.
Der Döner an der U-Bahn-Station hat noch geöffnet aber nichts in seinem reichhaltigen Angebot, das meinem Vorhaben zuträglich sein könnte. Das gibt’s doch nicht - ich muss was essen!
In der Wohnung schließlich schlägt die Stunde der Wahrheit. Das leckere Vollkornbrot von letzter Woche? Hart wie ein Stein. Kühlschrank auf und vorsichtig reingelugt. Zum Belegen ist noch was da, aber eben kein Brot. Dann im Augenwinkel entdecke ich sie: Eine Scheibe Vollkornbrot von Robert. Die letzte ihrer Art - ganz allein in einen Zellophanbeutel verpackt.
Robert ist beim Verlag – noch 10 Minuten bis er kommt. Wie heißt es doch so schön: First come, first served. Schnell das Brot belegt und verputzt. Hoffentlich isst er unterwegs etwas.
Nachtrag: Tut er nicht – aber er versichert mir glaubhaft, eh keinen Hunger zu haben. Entfernt und ganz leise höre ich ein Magenknurren.
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Gestern gegessen:
Vollkornbrot mit Kochschinken, Müsli, Rosenkohl-Champignon-Pfanne mit Nudeln (Brigitte-Diät), Roberts Vollkornbrot mit Putenbrust, Apel, etwas Annanas