Woche 100 von 100
ZIEL: 90kg
SOLL: 90 kg
IST: 89,3 kg
-1,9 kg
-66,1 kg
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Gunter

Shopjogger

In zwei Stunden startet unser alljährliches großes Spargelessen und mir graut schon jetzt davor. Die leckeren Erdbeer-, Philadelphia- und Daim-Torten für das Kaffeeetrinken stehen bereits auf der Anrichte, die Versuchungen für danach liegen grillfertig verpackt im Kühlschrank. Ich höre jetzt schon das rhythmische Klappern des Schneebesens gegen die Innenwand des Kochtopfes, wenn Conny nachher beginnt die Hollandaise zu aufzuschlagen. Es wird furchtbar, soviel ist sicher…

Zu meiner Verteidigung muss ich aber vorab schon sagen, dass ich mir das Gelage diesmal redlich verdient habe: Diese Woche wurde eifrig Sport getrieben und fast nur Obst und Gemüse gegessen (und ein bisschen Reis). Die Hälfte der Urlaubskilos habe ich dergestalt schon wieder abgespeckt und darf sie also ruhigen Gewissens heute abend wieder draufpacken. Nicht ganz schlüssig meine Theorie - ich geb’s ja zu.

Ich wollte auch eigentlich etwas ganz anderes erzählen. Gerade eben hatte ich nämlich einen kleinen Urlaubs-Flashback. In Vorbereitung auf das heutige Spargelessen hatte Conny nämlich bereits sehr eifrig eingekauft, aber doch noch das eine oder andere vergessen. So kam es, dass sie mich nach zwei weiteren Kilo Spargels und drei Stück Butter schickte. Ich ergriff die Chance und erledigte diesen Einkauf joggenderweise. Ebenso die nachträglich geforderten Bananen und Äpfel für Levi - jeder Weg macht schließlich Sinn, wenn es ums Laufen geht…

Diese Situation jedenfalls erinnerte mich stark an die erste Woche in den Vogesen, wo jeder Tag damit begann, dass ich (manchmal gemeinsam mit Conny) 30 Minuten in den Ort zum Bäcker joggte, dort artig mein “Une baguette et trois croissants au beurre, s’il vous plaît.” aufsagte, und mich alsdann mit einer mehr als unhandlichen und reichlich zerbrechlichen Brotstange unter dem Arm (stilechte französische Tragart) auf den ebenso langen Rückweg machte. Einmal fing es dabei unterwegs so stark das Regnen an, dass wir im Fereinhaus quasi mit einem Klumpen Teig ankamen, den wir selbst erneut formen und im Ofen aufbacken mussten.

So meinte ich mir Tag für Tag das leckere Käse- und Nutella-Frühstück erlaufen zu können. Die Gleichung ging offensichtlich nicht ganz auf, ohne den Frühsport wäre aber sicher alles noch viel schlimmer gekommen.

Und hier das zum Thema Baguette passende Handwerker-Video

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