11.11.2008
Rohe Gewalt
Aufgrund meiner inzwischen hinlänglich bekannten Gewichtsprobleme hatte ich in der Vergangenheit ausreichend Gelegenheit, mir autodidaktisch weitgehende Kenntnisse über Beschaffenheit, Haltbarkeit und vor allem Tragfähigkeit verschiedener Materialien anzueignen. Das nur noch über lose Steckverbindungen fixierte morsche Holz eines alten Küchenstuhls konnte ich beispielsweise jederzeit mit einem lässigen Aufsitzerschwung auf das Möbel in die ewigen Jagdgründe befördern. Ein betagter Klavierhocker zerrieselte einmal unter mir während eines vielleicht etwas zu enthusiastisch geratenen Tastenanschlags beim Schlussakkord von “Let it be” und einmal saß ich sogar im Kino ohne weitere Ankündigung (außer vielleicht einem leichten Ächzen gefolgt von einem ohrenbetäubenden Knall) eine Etage tiefer direkt auf dem Boden zwischen Popcorn und Eintrittskartenresten – vor allem aber mit deutlich verschlechterter Sicht auf das Geschehen auf der Leinwand.
Insbesondere hatte ich mir aber durch jahrelanges Training die Fähigkeit angeeignet, mit einem Plastik-Gartenstuhl langsam nach hinten wegzuknicken, ohne dabei den Kaffee aus der Hand legen zu müssen. Ein Stuhl pro Grillfest war eine ganze Zeit lang eigentlich Standardverschleiß.
Nun gut – jetzt dachte ich eigentlich, das war einmal. „So was passiert dir jetzt nicht mehr.“, war ich mir sicher. Ein ums andere Mal forderte ich also mein Glück geradezu heraus: setzte mich auf Kindermöbel, kippelige Lehnstühle, einmal sogar auf einen Glastisch. Und nichts passierte. Alles ging gut. Bis zu jenem Tag.
Seit ein paar Wochen schloss ich an die Trainingseinheit auf dem Recumbent gern noch 20 Minuten auf dem Stepper an – quasi zum Runterkommen. Dazu benutzte ich das Sportgerät meiner Frau – ein ehemaliges Geburtstagsgeschenk. Sie hatte sich damals sehr gefreut. „Belastbar bis 100 Kilo“ steht auf dem kleinen, unscheinbaren Schildchen auf der Unterseite des Treppenimitats. „Zwei, drei Kilo mehr – was macht das schon?“, dachte ich mir, „Da ist doch sicher einiges an Puffer eingerechnet – so wie bei den Fahrstühlen.“ - und trat einfach munter drauflos. Weder stampfte ich besonders brutal, noch mit ungewöhnlich hoher Schrittzahl. Und trotzdem passierte das Unvermeidliche. Eines Tages machte es einfach „Kracks“ und die linke Trittfläche war einmal. Ich kann es also immer noch!
Jetzt muss ich einen neuen Stepper besorgen.







Donnerstag gegessen:
Banane, Sushi, zwei Äpfel, Rindfleischstreifen mit Wok-Gemüse und Reis
Freitag gegessen:
Körnerbrötchen mit Schinken, Tomate, Züricher Geschnetzeltes mit Kaisergemüse, ½ Vorspeisenteller (arabisch), Hühnchenbrustfilet mit Gemüse und Obst (arabisch)
Samstag gegessen:
Müsli mit Joghurt und Apfel, ½ Sandwich mit Hühnchen und Mayo, Hirschrückensteak mit Möhrchen, Broccoli und Maronenpüree, ein paar Reischips
Sonntag gegessen:
Körnerbrötchen mit Käse, Ei, etwas Tomate/Mozarella, Pfeffersteak mit kleinem Salat, Banane, zwei Mandarinen, zwei Pralinen, Vollkornbrote mit Corned Beef und Frischkäse, Gurke, Radieschen
Montag gegessen:
Müsli mit Apfel, Tofu mit Gemüse und Reis, Apfel, Banane, “Camambert-Burger” (Vollkornbrot, Hühnchenbrust, Grapefruit, Camamebert), Banane
With the right stepper it will work much better.
http://rockandrollstepper.info/?p=view&id=27C5748B36516AF1A33EBDBC7EE629D6