14.04.2009
Zeitraffer
Man sagt ja oft, dass die Zeit mit jedem Jahr, das man älter wird, ein bisschen schneller vergeht. Für das gerade zurückliegende Osterfest gilt das auf jeden Fall. Es war viel zu schnell rum, beinhaltete aber dennoch eine so stark komprimierte Höhepunktdichte wie wohl in keinem Jahr zuvor. Dank meines Online-Tagebuchs kann ich ja zumindest mit meinen Aufzeichnungen aus dem zurückliegenden Jahr ziemlich genau vergleichen und habe folgende Fakten zur Erhärtung meiner These vorzubringen…
Zunächst mal: Das Osterwetter war der absolute Hammer! Letztes Jahr rang ich noch am Ostersonntag mit dem unbändigen Drang, die von Osterglocken nur stellenweise durchbrochene Schneedecke mit Glühwein schön zu trinken. Dieses Jahr aber lockte jeder einzelne der vier freien Tage mit strahlendem Sonnenschein ins Freie.
Folgen konnte ich diesem Ruf leider nur am Kafreitag. Den verbrachten wir nämlich beim Picknick im Schloßpark mit allerlei Leckereien im Freien. Da hatte ich dann auch mein einziges Schokoosterei für dieses Jahr - ansonsten hielt ich mich eher an Kuchen. Vor allem die LPG-Torte meiner Frau hatte es mir angetan: diverse Stückchen mit Rumkeksen, Buttercreme und dicker Schokodecke verputzte ich über die Tage verteilt. Im Schloßpark kreuzte dabei ein einsamer gelbgrüner Jogger zyklisch unsere Picknick-Position. Ich aber blieb einfach faul sitzen und genoss die Sonnenstrahlen.
Selbige schienen dann auch mehrfach in unseren abendlichen Garten und beleuchteten Steaks, Würstchen, Schafskäse und feurige Spieße während das knackende Grillfeuer sie von unten erhitzte. Ja, auch meiner Funktion als Grillmeister bin ich zu Ostern eifrig nachgekommen. Salat gab es dabei zwar auch, aber eben leider nur zusätzlich zum zwar unvernünftigen, dafür aber eigenhändig halbschwarz gekokelten Fleisch.
Und schließlich fiel in diesem Jahr zu guter Letzt auch noch der Beginn unserer persönlichen Spargelzeit genau auf Ostern, denn am Ostersamstag gab es zum obligatorischen Lamm eben auch die ersten, zarten, schmackhaften und hoffnungslos überteuerten Spargelstangen aus hiesigen Landen.
Diese ganzen Höhepunkte - 2008 noch gleichmäßig verteilt auf fünf Wochen - ergaben zusammen mein Ostern 2009. Und natürlich habe ich - wie sollte es auch anders sein - im Rahmen dieser Ereignisse etwas zugelegt. Nicht dramatisch aber dennoch spürbar. Mit den Feiertagen ist es aber auch wirklich eine Krux.
Naja, bis Weihnachten ist es ja zum Glück noch ein bisschen hin…
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Das klingt wirklich nach einem wunderbaren Ostern! Grüsse.